NACHHALTIGKEIT ALS ERFOLGSFAKTOR: UNTERNEHMER:INNEN-FRÜHSTÜCK IN TRAUN MIT IMPULSEN FÜR DIE PRAXIS

v.l. Wolfgang Weitmann (TAW-Präsident), Andreas Protil (GF Stadtmarketing Traun), Sabine Burger (Vizebgm.in), Michael Girkinger (KEM-Manager Traun-Kremstal), Andrea Danda-Bäck (Bezirksstellenleiterin WKOÖ LL), Josef Simmer (GF Keplinger GmbH),
Robert Mairhofer (Leiter Energie und Nachhaltigkeit WKOÖ)
©Stadtmarketing Traun

Traun, 4. März 2026 – Beim gut besuchten Unternehmer:innen-Frühstück im Sportpark Keplinger stand ein zentrales Thema im Fokus: Wie lässt sich Nachhaltigkeit im Betrieb wirksam und wirtschaftlich umsetzen? Eingeladen hatten die Wirtschaftskammer Linz-Land, die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Traun-Kremstal, das Stadtmarketing Traun sowie die Keplinger GmbH. Zahlreiche Unternehmen aus Traun und Umgebung nutzten die Gelegenheit zum Austausch bei Kaffee und Frühstück.

Zu Beginn stellte KEM-Manager Michael Girkinger eine Zahl in den Raum: Die EU-Staaten geben jährlich mehr als 400 Milliarden Euro für fossile Energieimporte aus. Ziel der Klima- und Energiemodellregion ist es daher, diese Abhängigkeit schrittweise zu reduzieren. Die steigenden Energiepreise im Zuge des Iran-Konflikts führten uns gerade wieder deutlich vor Augen, wie verletzlich uns dieses System mache.

In kurzen Impulsen erhielten die Teilnehmer:innen Tipps, wie nachhaltige Maßnahmen im Unternehmen gewinnbringend umgesetzt werden können. Das Klimabündnis zeigte etwa die Vorteile eines Klimabündnis-Betriebs auf: Unternehmen, die sich mit einem geringen Selbstkostenbeitrag zertifizieren lassen, profitieren von einer fundierten Analyse ihres Energieverbrauchs inklusive CO₂-Bilanz sowie von konkreten Maßnahmenvorschlägen. Diese helfen nicht nur, Emissionen zu reduzieren, sondern auch Kosten zu sparen.
Die Wirtschaftskammer informierte über aktuelle Fördermöglichkeiten und stellte eigene Beratungsangebote vor, mit denen Betriebe eine Standortbestimmung vornehmen und ihre nachhaltige Ausrichtung gezielt weiterentwickeln können. Zudem gab es einen Überblick über Neuerungen im Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) sowie praktische Hinweise zur Senkung der Stromkosten.

„Machen wir aus einem Problem eine Chance“
Gastgeber Josef Simmer, Geschäftsführer der Keplinger GmbH, machte am Beispiel seines Unternehmens deutlich, dass Nachhaltigkeit weit mehr bedeutet als eine Photovoltaikanlage am Dach. Der Betrieb orientiert sich gleichermaßen an wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Kriterien. Erst das Zusammenspiel dieser drei Dimensionen sichere eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. 2028 feiert das Unternehmen sein 100-jähriges Bestehen. Die Anforderungen der EU im Rahmen des Green Deal seien durchaus herausfordernd, so Simmer. Sein Zugang dazu: „Machen wir aus einem Problem eine Chance.“

Ein besonderer Programmpunkt war die Besichtigung des firmeneigenen E-LKWs. Dabei konnten die Teilnehmer:innen die leise und emissionsarme Antriebstechnologie hautnah erleben.