Traun und Ansfelden haben Klimabilanz gemacht
Wie viel Energie verbrauchen wir in unseren Gemeinden – und wo entstehen dabei die meisten Treibhausgase? Traun und Ansfelden haben dazu erstmals eine umfassende Klimabilanz erstellt. Eine Klimabilanz ist eine Status-quo-Analyse von Energieverbrauch und CO₂-Emissionen in allen wichtigen Bereichen wie Verkehr, Haushalte, Betriebe, kommunale Gebäude oder Landwirtschaft. Sie zeigt, welche Sektoren besonders ins Gewicht fallen und wo die größten Hebel für Klimaschutz und Energieeinsparung liegen.
Die Klimabilanz stützt sich auf statistische Daten und gemeindeeigene Informationen und macht damit sichtbar, wie stark unsere Gemeinden noch von fossilen Energieträgern abhängen – aber auch, welche Fortschritte bereits erreicht wurden. Die Zahlen helfen, Klimaschutzmaßnahmen besser zu planen, politische Entscheidungen zu untermauern und die Bevölkerung verständlich zu informieren. Kurz gesagt: Die Klimabilanz ist das „Röntgenbild“, mit dem wir erkennen, wo wir stehen und wo wir ansetzen müssen, um Schritt für Schritt auf saubere Energielösungen umzusatteln.
Auf Basis dieser Daten starten heuer beide KEM-Gemeinden – und dazu noch die KEM-Gemeinde Piberbach – mit der Erarbeitung einer Klima- und Energiestrategie!
Kurzfassung Klimabilanz Ansfelden
Die Energiebilanz von Smurfit-Westrock
Die Papierfabrik Smurfit Westrock in Nettingsdorf ist der mit Abstand größte Energieverbraucher in Ansfelden. Aus diesem Grund wurde sie aus der Klimabilanz herausgenommen und extra dargestellt.
Im Jahr 2024 wurden dort rund 1,68 Mio. Megawattstunden (MWh) Energie eingesetzt – das ist mehr als doppelt so viel, wie die gesamte Gemeinde Ansfelden in einem Jahr verbraucht.
Der größte Teil dieser Energie stammt aus Biomasse. Insgesamt wurden 1,19 Mio. MWh durch die Verbrennung von Biomasse gewonnen. Die dabei entstehende Wärme wird nicht nur für den Produktionsprozess genutzt, sondern auch zur Stromerzeugung. Zusätzlich bezieht der Betrieb kleinere Mengen Strom und Erdgas aus dem öffentlichen Netz.
In der Produktion entstehen jährlich rund 344.132 Tonnen CO₂ aus Biomasse sowie 35.900 Tonnen CO₂ aus Erdgas. Die fossilen CO₂-Emissionen fallen damit im Vergleich gering aus.
Die CO₂-Emissionen aus der Biomasse gelten als klimaneutral, da sie Teil des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs sind: Bei der Verbrennung der Schwarzlauge wird jenes CO₂ freigesetzt, das die Bäume zuvor während ihres Wachstums aufgenommen haben.